Tag 1 – 30. Juli 2018
Auf dem Weg!



Der 1. Schritt ist geschafft. Wir sitzen im Zug.

Am Flughafen – Na, das kann was werden
Sitzen gerade bei einem Cappuccino am Flughafen und fragen uns, ob unser Vorhaben nicht vielleicht doch etwas zu ambitioniert ist. Sind von den 20 Stiegen schon geschafft – wie wird das bei den 4400 Stiegen in Florli?

Anreise und Start
Seid gestern verstehen wir, warum manche Leute mit dem Fahrrad nach Norwegen anreisen. Der Stress, den einzigen Bus zu erwischen, war schon der Hammer. Der Vorteil : wir hatten keine Wartezeiten und waren gut aufgewärmt😆.

Angekommen in Forsand waren wir gleich einmal shoppen und zwar im (wie könnte es anders sein):

Nach einer wunderschönen Wanderung entlang des Fjords stellten wir unser Zelt auf. Keine 2 Minuten später war schon ein Bauer da, der meinte das sei keine gute Idee, weil 1. Grasland für 🐑 und 2. starke Gewitter kommen würden. Zum Glück hat er uns in einem luxuriösen Schafstall untergebracht. Leider wollte er uns das Reisemobil nicht für unseren weiteren Weg überlassen. 😢





Nach kurzem, aber heftigem Kampf hatten wir auch den Gaskocher besiegt.

Tag 2 – 31.Juli
Regen war heute der ständige Begleiter.
Mittag hatten wir das Glück eine offene Hütte zu finden, in der wir den nächsten starken Guss abwarten konnten.
Voll motiviert sind wir dann Richtung Flørli aufgebrochen und 2Stunden und 500 Höhenmeter später waren wir wieder da (herzlichen Dank an den norwegischen Alpenverein für die tolle Beschilderung). Die Lysefjordrunde ist zwar schön mit Ts gekennzeichnet, aber die Abzweigungen sind gut versteckt und nicht beschildert. Sowas ist man als Österreicher nicht gewöhnt.
Wir wissen jetzt auch, warum empfohlen wird von Vindalen aus loszugehen. 
Wir haben lieber den schwer zu passierenden Dschungelpfad genommen und haben es daher nur bis Skarpet geschafft. Dafür haben wir wieder eine sensationelle Unterbringung für die Nacht (wollten komischerweise das Zelt bei strömendem Regen nicht aufstellen). 

In diesen Hütte ist alles da, von Matratzen über Bettwäsche bis zur Verpflegung samt Geschirr. Sogar eine Sauna gibt es. 
Unsere heutige Strecke: 20,69km und 1.793 hm (davon 500 umsonst 😜)
und für alle die nicht nur Blog lesen sondern auch mitsporteln wollen, die Yogastellung zum Tag:
Fertiger Hund mit dem Gesicht nach unten
(Anmeldungen für unsere Tour Yoga am Fjord werden ab sofort entgegen genommen)
und es regnet noch immer 😩
Tag 3 – 1. August


Heute erwarten uns die Flørli Stiegen (ja und es sind 4444 und nicht wie wir angenommen hatten 4400), aber erfrischt durch ein Morgenbad im See (Bilder gibt es keine, da auch Kinder diesen Blog lesen) sollten auch 8 Stunden reine Gehzeit kein Problem sein 😜
Der Weg bis Flørli über das Fjell war super schön, bis auf das letzte Stück- der Abstieg zum Fjord. 

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Aber hier gibt es ein nettes Café und diese Stärkung haben wir uns auf jeden Fall verdient, bevor wir zu den Stiegen starten.


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Wandern jetzt wieder ins Landesinnere, kann sein dass wir wieder längere Zeit kein Netz haben.
Stairway to heaven???? Da wollen wir definitiv nicht hin 😂


we did it
Was natürlich bedeutet, dass 1111 Stiegen auch gereicht hätten

Tag 4 – 2. August
Der Weg zum Kjerag ist in trockenem Zustand sicher sehr schon, über nasse Steinplatten ist es dann nicht so lustig, vor allem mit 14 Kilo am Rücken.



Die Mutprobe ist dann den Kjerag Bolten zu betreten, aber das Gefühl dort oben ist der Wahnsinn.



Am Weg Richtung Lysebotn haben wir dann alle Wanderer getroffen und Ts gesehen, die wir die letzten 3 Tage vermisst haben.


Oben beim Parkplatz zum Kjerag war das Ziel von Blink 18. Die Langläufer und Biathleten fetzen hier den Berg hinauf, angefeuert von jeder Menge Zuschauer entlang der Strecke.




Eigentlich hätte das heute eine kürzere Tour werden sollen, nur leider waren die Kilometerangaben nur bis zum oberen Parkplatz angegeben- wir mussten noch 7,5km zum Fjord absteigen.
Hier gibt es aber einen gemütlichen Campingplatz und eine WARME Dusche.



Nur unser Kerzerl konnten wir noch nie anzünden, weil es erst ab 23:00 Uhr richtig finster wird und ziemlich bald wieder hell ist.

Ausser der Nasenspitze schmerzt mittlerweile alles, aber sonst ist alles bestens. Alle Norweger wünschen uns viel Spass, alle Touristen halten uns für wahnsinnig.
Die Yogaübungen des Tages:
Schildkröte auf dem Rücken

Susi hat diese Stellung auf dem Weg gleich getestet, davon durfte ich aber kein Foto machen 😂

und jetzt sind wir am Ende des Fjords (75 km und 3731 Höhenmeter auf- und abwärts sind wir schon gegangen) angekommen. Wir feiern das einmal bei sensationellen Pommes (Gott sei Dank brauchen sich die Norweger nicht an die EU Verordnung halten ).

Außerdem haben wir uns ein kleines alkoholisches Getränk gegönnt. Das kostet hier aber fast so viel wie die Übernachtung. 😢

Tag 5 – 3. August
Wir haben beschlossen, heute einen Ruhetag einzulegen. Natürlich nicht um unsere Wehwehchen auszukurieren, sondern weil schon wieder Regen angesagt ist und die nächste Etappe wieder durch sumpfiges Gebiet führt. Und Wasser von unten und oben hatten wir schon am Dienstag.
Hier ist es außerdem sehr gemütlich und wir bekommen zum ersten Mal seit Tagen ein ordentliches Frühstück 🥞 ☕️🥐



deshalb heute extreme couching


ganz untätig sind wir heute aber auch nicht 
Tag 6 – 4. August
Das wichtigste beim Wandern in Norwegen ist Flexibilität. Wir haben unsere Route geändert und werden heute mit der Fähre nach Forsand zurück fahren und von dort zum Preikestolen aufbrechen.
Das hat den Vorteil, dass wir den Fjord auch von unten sehen und vielleicht auch ein paar Basejumper, die gestern hier am Campingplatz einen Kurs hatten.
Weisheit des Tages: es stimmt immer der Wetterbericht, der Regen vorhergesagt. 🌧☔️
Tag 7 – 5. August
Heute geht es auf den Preikestolen – die Wettervorhersage an der Rezeption sagt Bewölkung den ganzen Tag. Die norwegische Rezeptionistin sagt „never say no rain 🌧 in Norway“
Wir lassen uns überraschen.
Zumindest waren Frühstück und Unterkunft hervorragend. Die Hütten mit dem roten „T“ sind sehr zu empfehlen. Alle unsere Sachen über Nacht im Trockenraum getrocknet.
Und das Beste: wir können ohne unsere schweren Rucksäcke 🎒 den Weg in Angriff nehmen.


ratet mal in welche Richtung wir gehen müssen ?
Wir sind zum ersten Mal trockenen Fußes und leicht wie die Federn unterwegs gewesen. In nicht einmal einer Stunde waren wir oben und hatten sogar Glück mit dem Wetter.









Es war einfach sensationell .

Unser nächster Weg geht vom Gemüsefjord ins Erdbeerland ( Insider für die Rinners)
Wir haben zum letzten Mal unser Zelt aufgestellt
und damit sich niemand neben uns stellt unsere Schuhe und Socken davor aufgebaut
Der Campingplatz ist wunderbar an einem See mit Park gelegen
Morgen ist Sightseeing in Stavanger geplant.
Die Yogastellungen des Tages:
Die doppelte Kobra über dem Fjord
Der Berg in Yoga
Und heute noch speziell für alle mit Kreuzschmerzen:
Die Schaukel
und zuletzt das gebrochene Kreuz – nach 6 Tagen mit 14 Kilo am Buckel 
Tag 8 – 6. August
Stavanger in the rain
Guten Morgen aus dem verregneten Stavanger.

Schön langsam haben wir das Gefühl, dass die Hitze Periode bei den Norwegern bedeutet hat, dass es statt 12 Grad 20,1 Grad hat und es statt 24 Stunden nur 20 Stunden regnet. Trotz des Wetters sind ab dem frühen Morgen die Schwimmer beim trainieren. Ja, wenn Du in Norwegen Übergewichtige siehst, dann sind es Touristen.😆

Wir müssen daher unseren Plan, Stavanger in Flip Flops und Sandalen in Angriff zu nehmen, verwerfen und statt dessen wieder in die Wanderböcke (ahhhhhhhh) schlüpfen.
Stavanger ist auch im Regen eine Reise wert






Hier sieht man noch immer den Abdruck, den Nils bei seinem Jump and Fly von den Fendern voriges Jahr hinterlassen hat:


Man merkt auch, dass die Norweger nicht mehr vom Fischfang, sondern vom Öl leben. In ganz Stavanger gibt’s kein Sandwich mit Fisch. Dafür McDonalds, Burgerking, 7 Eleven und Subway. 😢
Wir haben unsere Turtle Rucksäcke in die Waschstraße geschickt – sind schon sooooo gespannt, wie sie rauskommen.

So sind sie hinein gekommen

und so heraus gekommen:

Unglaublich, die sind rot!
Tag 9 – 7. August
The last track
Sind zum Abschluss noch eine gemütliche Runde um den See bei unserem Campingplatz gegangen.





Morgen geht’s via Kopenhagen wieder heim. Wir freuen uns schon auf zuhause.
Zum Abschluss unserer Reihe ‚ Yoga am Fjord ‚ gibt es heute noch eine ganz wunderbare Übung:
Die Raupe 🐛 verpuppt sich im Schlafsack.

Wir wollen aber keine zu großen Hoffnungen wecken. Es kommt leider kein Schmetterling heraus 😢
Tag 10 – 8. August
Bye Bye Norge
Zum Abschluss hat sich Norwegen nochmals von seiner besten Seite gezeigt. Wir konnten im Sonnenschein unser Zelt abbauen. Schade, dass wir dazwischen so ein Pech mit dem Wetter hatten.
Wir hatten auch noch genug Zeit, uns ein bisschen zu restaurieren. Unsere Nachbarn im Flugzeug werden uns dankbar sein. 😆
Die vielen Kilometer in den Beinen, haben dazu geführt, dass wir nicht mehr still sitzen können und daher sind wir noch 2x um den See gelatscht. Natürlich in Flip Flops und Sandalen.




Yoga Übung zum Tag:
Der Flieger


Fazit – „How much is the fish?“ – dieser Beitrag enthält Produktplazierungen
Zum Abschluss noch ein paar Daumen hoch, runter und einige Gedanken zu unserer Reise:
👍
Norwegen
Gemeinsam
Suppen nach einem anstrengenden Tag am Berg
Der Schafbauer Kjetil, der uns gleich in der 1. Nacht vor einem waschelnassen Schicksal bewahrt hat.
Die Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren auf dem Weg
Die Hütten des norwegischen alpinen Vereins. (Achtet auf das rote T)
Der Campingplatz Lysebotn
Unsere Bergschuhe
Unsere Camping Ausrüstung – with special thanks to our tent, backbags and our cooker
Das Cafe in Flørli
Unser Zeltplatz zwei zwischen Flørli und Lysebotn.
Sonja am Kjerag kriegt 👍👍👍
Der Zimmermann Pær, der uns trotz unseres nassen und stinkigen Zustandes mitgenommen hat. 😙
Wanderung auf den Preikestolen ohne Rucksack
Die gute Aussicht am Preikestolen
👎
Das Wetter
Die Weg Markierungen
Das Gewicht unserer Rucksäcke
Das Wetter
Der Regen
Das Moor und der Regen
Wenn Norweger sagen, das Wetter wird stabil, heißt das, es regnet ständig. 💦
Auch wenn es heißt, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung, muss man sagen, das schlechtes Wetter auch mit einer top Ausrüstung keinen Spaß macht.
Es fährt nur eine einzige Fähre am Samstag und das ist die Touri Fähre, die ein Vermögen kostet 😠
Schon Oma wusste, dass Rohde Hirschtalgcreme, die Beste ist.
Voltadol Forte in rauen Mengen ist wichtig
Wenn Du jemanden mit zu viel Speck auf den Rippen siehst, ist das kein Norweger.
Auf Sicherheits Hinweise wird in Norwegen verzichtet.
Der Filterkaffee in Norwegen schmeckt super.
ich glaube unsere Kommentar Funktion war nur für Ausgewählte verfügbar, weil wir nicht viele Kommentare erhalten haben😢
Dafür aber eine Anmeldung für den Yoga Kurs
Wichtig: Fähren stehen beim Einsteigen verkehrt. Wichtig für die Fenster Platz Wahl
Spielkarten mitnehmen
Reisewäscheleine wäre auch super
Aufgrund der intensiven Nähe sollte man sich gut verstehen, und eine verstopfte Nase ist auch hilfreich.
die französische Küche ist auch nicht mehr das, was sie einmal war. Wir haben drei französischen Jungs 2 Packerlsuppen und ein Risotto abgegeben, weil sie haben Linsen mit zerkrümmelten Chips gegessen (würg)
Das war’s von unserem Trip nach Norge.
