One Kopp in Irland

Ein Teil unseres Duos (Sonja) läuft ja heuer den Laugavegur Lauf (56 km durch Island). Das ist mir zu anstrengend. Ich plane daher etwas Gemütlicheres und wandere durch Irland (von Dublin zur Westküste). Bin schon voll im Vorbereitungsstress: Ausrüstung organisieren, Etappen planen usw… Start wird am 15. Juli sein…

Tag 1

Heute geht’s also los. Hab keinen Wecker gebraucht, hab ab halb 5 nicht mehr schlafen können. Nicki und Nils waren auch noch munter, nein nicht meinetwegen sondern wegen dem Copa Finale (Gratulation an Argentinien).

Mit dem Zug nach Wien (danke an Harald für das Taxi zum Bahnhof und die ❤️ Verabschiedung) und dann mit dem Flieger nach Dublin. 🇮🇪🍀

Zuerst hab ich mich mit Gas (bei „GREAT OUTDOORS“ mitten in Dublin) für meinen Kocher versorgt, damit ich meine Nudeln schön kochen kann.

Der Wicklow Way startet beim Marlay Park (wunderschön und super öffentlich erreichbar) hat es dann gleich einmal geregnet 🌧️ und ich hab die Regenausrüstung gleich ausprobieren dürfen.

Nach dem Park geht’s dann hinauf in die Hügeln rund um Dublin.

Eine kleine Herausforderung mit dem riesen Rucksack sind die Durchgänge. Da muss ich ihn immer drüber heben, weil durch komm ich  da nicht:

Bevor der Regen dann wieder Ärger geworden ist, hab ich mir ein schönes Platzerl für mein Zelt gesucht.

Tag 2

Nach einer veregneten Nacht war der Morgen dann zum Glück trocken, aber halt neblig. Hab das ganze nasse Zeug einmal in einen Sack gesteckt. Die Organisation im Zelt klappt noch nicht ganz einwandfrei, aber ich hoffe, es wird besser mit der Zeit. Dann ging es los.  Zuerst im Waldviertelstyle. Das Wetter wurde auch immer besser und die Gegend ist richtig genialIn der Mittagspause konnte ich alles trocknen und den Kocher testenNach der Mittagspause wars auch genial. ich hab nur gemerkt, dass der Rucksack mein Endgegner ist. Der macht mich langsam, quasi Tempo Schnecke 🐌 und ich fürchte mich immer wenn ich ihn runtergeben muss, weil das heißt, er muss auch wieder rauf und das tut schon sooooo weh. Aber Harald hat gemeint, da darf man dem Körper nicht nachgeben, der will nur nicht aus der Wohlfühlzone – also weitermachen.hab auch einen super Spot zum Zelteln entdeckt. war leider zu bald:Hab dann beschlossen, mir ein Bett in einem B&B zu buchen und ich kann nur sagen „best idea ever“. super nette Gastgeberin und voll süß eingerichtet.Jetzt freu ich mich auf mein Bettchen (wird hoffentlich wärmer als letzte Nacht 🥶). Mein Endgegner 🎒 muss unter dem Bett schlafen.

TAG 3

So stell ich mir das vor: super geschlafen und dann ein geniales Frühstück. mein Zimmergenosse Adam aus Colorado hat sich ein typical English Breakfast gegönnt.

Das war mir zuviel des Guten, ich habs ein bisschen gesünder probiert:

Wetter war heute genial am Anfang, gar nicht irisch 🌞. Hat sogar für ein Schattenfoto gereicht.

Strecke war auch heute super, nur leider dazwischen eine Forststraße. Wäre ja an und für sich nicht so schlimm, aber da latscht man (oder halt ich) so dahin und übersieht dann die wichtigen Abzweigungen 🙀. Also extra Weg und Höhenmeter – hat eh 2 Tage gut funktioniert.

generell hab ich heute den Eindruck gehabt, dass schlechter ausgeschildert ist. vielleicht sollte ich doch mit komoot navigieren. geplant hätte ich da alle Strecken, aber mein Problem ist, dass ich mit sowas auch nicht weiß, wo ich hingehöre. fragt Nicki und Nils.

Für meine Mittagspause hab ich auch wieder ein geniales Platzerl gefunden. heute gabs Griesnockerlsuppe.

dann gings weiter nach Glendalough. auch ein bisschen Kultur muss sein. auf dem Wicklow Way sind überraschend Wenige unterwegs, in meine Richtung hab ich noch niemanden getroffen, aber Glendalough ist Touristen Hotspot.

hab mir heute auch wieder ein B&B gegönnt, weil Wildzelteln in Glendalough verboten ist.

und wie immer zum Schluss der heutige Track.

Mein Endgegner 🎒und ich kämpfen noch immer, bin mir nicht sicher, wer gewinnt. Irgendwann komm ich nicht mehr auf mit dem Trumm. Dann muss mich irgendwer retten bitte, bitte, bitte.

TAG 4

ok, ich hab mir das ausgesucht, aber heute hab ich mich schon gefragt, ob mit mir alles stimmt. Aber von Beginn an :

zuerst gabs ein geniales irisches, vegetarisches Frühstück:scrambled eggs, beans, tomatoes, mushrooms and homemade bread

war super, mach ich aber nicht mehr, weil es ging gleich bergauf und ich war mir nicht sicher, ob ich es behalten kann. also wieder was gelernt 🤣

wettertechnisch wars noch halbwegs ok und meine Vermieterin hat gemeint, es wird besser 

ich weiß ja nicht, was man in Irland unter besserem Wetter versteht. es hat geschifft wie Sau, der Sturm ist gegangen und gesehen hat man auch wenig (aber was ich gesehen habe, hatte was vom Waldviertel)

zum Glück gibt’s hin und wieder was zum Unterstellen.

Hab dann den Plan vom Wildzelteln verworfen und mir ein kuscheliges Zimmer gesucht (gut, dass es booking gibt). Tinahely ist das erste größere Dorf, das ich seit Dublin gesehen habe. das beste ist, da gibt’s ein Pub

ich hoffe, morgen wird es wieder besser, weil 20 km durch den Regen und Sturm zu stapfen macht nicht viel Spaß. 😭

TAG 5

ok, hab grade Sonjas Beitrag gelesen und gemerkt, dass heute scheinbar nicht unser Tag war. bei mir wars wettertechnisch auch suboptimal und die Etappe war ziemlich viel Straßenhatscher, deshalb ist es heute kürzer geworden. ist aber eh gut, weil mein Rücken ist schon ein bisschen beleidigt (liebe Grüße an Lucia meine Physiotherapeutin).

Der Straßenhatscher hatte aber auch den Vorteil, dass mich an einer Tankstelle zwei Jungs mitgenommen haben – danke Owen und Thomas – die arbeiten im Magnawerk in der Nähe und haben mir ganz begeistert von Graz erzählt, weil da haben sie auch schon gearbeitet (ich glaub halt, dass sie sowas erzählt haben, der Dialekt war der Hammer und dann haben sie noch dauernd gegessen)

die beiden haben auch gemeint, dass es viel schöner wäre gleich zur Westküste zu fahren und dort zu wandern, weil vom Coast to Coast walk der Wicklow way der schönste ist und der ist jetzt fertig. Überlege also, ob ich den morgigen regnerischen Tag nutzen sollte, um mit dem Bus nach Tralee zu fahren. dann könnte ich die Westküste hinunter wandern. hab ja heute Zeit zum Überlegen.

Nachdem ich ja, wie gesagt heute etwas Zeit habe, gibts einen kurzen Überblick über die Dinge, die ich bis jetzt gelernt habe:

1. den Rucksack auf die Schultern hieven bringt blaue Flecken

Daher versuche ich ihn jetzt immer erhöht abzustellen und mit beiden Armen zu nehmen – ist auch deutlich besser für mein Kreuz

2. der Leprechaun , den ich mithabe, ist ein Mistkerl. Ich bin mir sicher, der macht sich absichtlich schwer und will mir auch nicht und nicht das Gold zeigen.

3. Die Irinnen und Iren sind super freundliche Leute. dauernd sagen sie „no bother“ und helfen immer. der Dialekt ist allerdings hart zu verstehen und wenn sie Gaelic sprechen, ist das wie der isländische Schlaganfallsprech 🤣.

4. der Wicklow Way ist vor allem von Dublin bis Tinahely sensationell und sehr empfehlenswert. er ist auch überhaupt nicht überlaufen.

5. Whiskey hatte ich noch keinen, aber der Cider ist super und die Pubs auch. 🥃

6. so ganz alleine zu gehen ist schon eine große Herausforderung für mich – aber nix gegen den Endgegner Rucksack 🎒

langer Rede kurzer Sinn:

Ireland 🇮🇪 is great

TAG 6

heute ist der perfekte Tag für einen Bus Transfer – Regen, Regen, Regen

der Start in den Tag war super, weil im Quartier ist mir das Wetter wurscht. da gibts auch eine geniale Gemeinschaftsküche und da hab ich mir mein Frühstück gemacht – yummy

jetzt sitz ich im Cafe bei einem Cappuccino und warte auf den Bus. bin schon gespannt, wie das funktioniert, weil die locals haben von diesem Bus noch nie was gehört, aber die Ireland transport App kennt ihn, also bin ich guter Dinge.

„ich bin guter Dinge“, sage ich definitiv nicht mehr. wer immer sich über unseren öffentlichen Verkehr aufregt, sollte sich Irland geben.

also, was auch immer die app da gekannt hat, es hat diesen Bus so nicht gegeben. das heißt ich musste mir auf halben Weg einen anderen Bus für die Weiterfahrt organisieren. beim ersten Umstieg hab ich gleich den Anschluss verpasst und musste den Bus eines anderen Betreibers nehmen und mir wieder ein Ticket kaufen. der Busfahrer war aber total super und hat mir gleich einmal die weitere Fahrt herausgesucht. also warte ich beim nächsten Umstieg auf meinen Bus, nur der kam nie. irgendwann hab ich eine Mail bekommen, dass ich zwar ein Ticket habe, aber der Bus fährt heute nicht. also wieder neu organisiert.

Aber ich habe es nach 10 Stunden auf den geplanten Campingplatz in Tralee geschafft. juhuu

es ist auch wettertechnisch gesehen viel besser und ich freu mich auf morgen 🥾

TAG 7

in der Nacht ist mir immer saukalt (da fehlt definitiv wer zum wärmen). Wandertemperatur ist aber super 🤣

das sind die Tagestemperaturen – ein Drittel von daheim 😭

Rucksack ist gepackt und jetzt mach ich mich auf die erste Etappe des Dingle ways.

Erster Teil der Wanderung war ein Traum. dann bin ich natürlich wieder komplett eingewaschelt worden. Hab mich eine Stunde in einer Tankstelle aufgewärmt und lieg jetzt im Zelt. draußen stürmt und regnet es. bin schon ziemlich entmutigt. alles ist nass und wird auch nicht mehr trocken (sch…).

TAG 8

Danke an Harald für die Unterstützung am Vorabend, das hab ich gebraucht. Bin schon ein bisschen fertig vom alleine sein und wenn dann das Wetter auch noch so furchtbar ist… dickes Bussi auch an meine Kids, die mir immer Umarmungen und Fotos schicken und mit mir telefonieren, das baut mich immer voll auf. Es

auf jeden Fall hab ich super geschlafen und gar nicht gefroren, na gut, hab auch so ziemlich alles angehabt was ich mithabe 🤣. hab dann in der Früh einfach den nassen Fetzen (das Zelt nicht mich) in ein zusammengepackt und bin zur Tankstelle auf ein Frühstück gegangen (@harald: die Tankstellenverpflegung in Irland funktioniert einwandfrei – es gibt sogar circleKs)

die Etappe war wieder super schön, ich hab sie nur ein bisschen vorher abgebrochen, weil es wieder voll geschüttet hat und bin mit dem Bus weitergefahren 🚌

bin mit dem Bus nach Dingle (ja das heißt so) gefahren und hab da für 2 Nächte ein Quartier. ich muss einmal waschen und auch ich brauche dringend eine warme Dusche – bin nicht mehr ganz gesellschaftsfähig (die armen Leute heute im Bus)

zum Schluss noch der heutige Track

TAG 9

hab heute den Tag frei genommen und mir am Vormittag Dingle angesehen. hab eine nette kleine Bäckerei entdeckt mit super Sachen und hab meine Energiespeicher wieder ein bisschen aufgefüllt 😋

am Nachmittag war ich dann auf der Dingle Sea Safari – coole Sache – Delfine, Puffins und Robben haben wir gesehen. das Video dazu gibts auf Instagram.

Zum Abschluss des Tages hab ich mir noch fish and chips gegönnt – wegen der Energiespeicher 🤣. Leider ist Dingle ein totaler Touri Hotspot und da gibts im Pub keinen Platz, daher hab ich mir das Essen einfach vom Foodtruck geholt und mir den Cider fürs Zimmer mitgenommen.

Morgen gehts dann wieder weiter. Leider ist die Wettervorhersage die nachsten Tage ziemlich mies, daher werde ich morgen kurzfristig entscheiden, ob ich weitergehe. dann gibt es nämlich für 5 Tage keine Möglichkeit öffentlich weiterzufahren und auch keine Unterkünfte und Campingplätze. wenn es also wirklich so schlecht bleibt, fahr ich dann morgen mit dem Bus nach Tralee zurück und mach vom Campingplatz dort einfach Tagestouren. da hab ich eine Küche und vor allem einen Aufenthaltsraum, wenn es schlecht ist.

TAG 10

heute war ein richtig typischer irischer Sommertag, also hat mein Tag mit ein Wanderung am Strand begonnen.

Das Wetter war eine Katastrophe (aber wie die Irinnen u d Iren sagen „it is what it is“) , aber der Weg wunderschön. zuerst durch Farmland und dann oben den Klippen entlang. unten konnte man das Rauschen des Meeres hören, sehen halt nix.

so bin ich halt waschelnass in Dunquin angekommen. sogar in den Schuhen hat es bei jedem Schritt gequatscht. aber ich hab ein perfektes Café gefunden, wo ich mir eine heiße Suppe, Tee und einen Ziegenkäse gegönnt habe.

Die Gegend dort war richtig der Hammer, auch ohne Sonne (wenigsten konnte man bis zum Meer sehen) . das haben auch die Star Wars Macher mitbekommen.

bin jetzt mit dem Bus wieder zum Campingplatz in Tralee gefahren, weil der billig und super ausgestattet ist und bleib da auch noch morgen. . hab da auch zwei nette Mädels getroffen, eine ist aus Genf und auch alleine zu Fuß unterwegs und die andere ist eine Radlerin aus Belgien.

Morgen werde ich dann das Wetter checken und schauen in welche Richtung ich mich bewegen werde.

TAG 11 +12

Über Tag 11 gibts nicht viel zu berichten – hab einen Lazy Day am Campingplatz in Tralee verbracht, viel gelesen und meinen Kaffeekonsum wieder auf normales Maß gebracht – ich meine, ich hab da ja oft Tage dabei, da trink ich gar keinen Kaffee hier – Entzugserscheinungen Ende nie, weil zuhause sind es ja oft 8 Espressi pro Tag – in Emojis sind das so viel:☕☕☕☕☕☕☕☕.

hab mir dann meine Berichte durchgelesen und hoffe, dass ihr mir meine Tippfehler verzeiht – ist nicht immer easy, cheese, chinese am Handy. hab aber beschlossen, sie zu lassen, also wer einen Fehler findet, darf ihn behalten

Tag 12 war dann genial – eine wunderschöne Strandwanderung bei genialem Wetter und – man glaubt es ja nicht – Sonnenschein. bin auf der nördlichen Seite der Halbinsel und da ist das Wetter anscheinend immer besser.

Hier könnt ich mir vorstellen zu leben – hätte auch schon das passende Häuschen gefunden:

ich fürchte allerdings, dass ich mir das nicht leisten kann und deshalb hab ich wieder meine übliche Unterkunft bezogen.

den Campingplatz habe ich mir nach dem Schild ausgesucht, dass beim Eingang hängt, weil das passt perfekt zu mir

ich hab auch gleich eine zweite Nacht gebucht und mach morgen dann den nachsten Teil des Dingle Ways von hier aus und lass den Endgegner im Zelt. 😜

TAG 13

in der Nacht hats gestürmt und geregnet Ende nie, aber das Zelt ist super. in der Früh hat dann die Sonne gescheint – so stell ich mir das vor.

nach einem Frühstück mit Croissant und Cappuccino (die Bilder von Leah haben so Sehnsucht nach Italien geweckt) hab ich mich dann auf die heutige Wanderung begeben. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was für ein super Gefühl das ist, keine 17kg auf den Schultern zu haben.

heute war auch zum ersten Mal Tag der kurzen Hose – so warm war es – und am Strand bin ich barfuß gegangen.

ins Meer hab ich mich nicht getraut.

1. zu kalt (alle haben Neopren Anzüge von Kopf bis Fuß an.

2. nachdem ich das Ding da am Strand gefunden habe – das schaut ein bisschen wie ein Flugsaurier aus 🙀 – wollt ich nicht herausfinden, was da sonst noch so schwimmt

Aber am Strand war es sowieso besser, weil super schön

Morgen gibts wieder eine Überstellungsetappe – ich fahr mit dem Bus und dem Zug nach Killarney und da heißt es good-bye Dingleway und hello Kerryway.

Nachdem der Tag heute italienisch begonnen, lasse ich ihn auch italienisch ausklingen – mit Pizza

TAG 14

unglaublich, der 14. Tag hier in Irland 🇮🇪. da heute ja Etappen mäßig nicht so viel los ist, weil ich ja heute mit Bus und Zug fahre, hab ich mir gedacht, ich erzähle euch ein bisschen was von meiner morgendlichen Routine.

bin jetzt schon ein bisschen besser in meiner Organisation – am Anfang war es das totale Desaster.

um 7 läutet der Wecker (außer bei days off). dann trage ich einmal alle meine Sackerl und Sachen zu einem trockenen Platz je nach Wetter drinnen oder draußen.

dann häng ich einmal das Überzelt zum trocknen auf und drehe das Innenzelt um. der Schlafsack und die Unterlagsmatte häng ich zum Auslüften auf – ist notwendig, glaubt mir.

Während alles auslüftet und trocknet, gehe ich mich waschen, mach mir einen Tee und frühstücke.

dann wird alles eingepackt und ich wundere mich immer wieder, wie das alles in den Rucksack passt 🙀. Aber es geht sich jedes Mal aus.

alles in allem brauch ich ca 2 Stunden, also gehts jeden Tag um ca. 9 los.

am Vormittag gönn ich mir auch immer einen Cappuccino, wenn möglich – das brauch ich

heute hab ich dann zuerst den Bus und dann den Zug genommrn und bin git in Killarney angekommen. hab einen suoer Campingplatz gefunden, der schon direkt am Kerry Way liegt – vor allem hat der gratis warme Duschen und ein kleines Café dabei. ❤️

Bin nach dem Duschen eine Stunde in der Sonne gelegen und hab mir, man glaubt es kaum, einen Sonnenbrand geholt.

Morgen gehts dann los mit dem Kerryway. bin schon gespannt 🇮🇪 🥾.

TAG 15

heute vor 2 Wochen bin ich nach Irland geflogen – unglaublich, wie die Zeit vergeht. Heute gehts ab auf den Kerryway.nachdem es in der Früh wettertechnisch nicht so prickelnd ausgeschaut hat, hab ich den Rucksack geturtelt – umsonst , wie sich herausgestellt hat, weil kein Regen. juhuuuegal, macht ja den Rucksack nicht schwerer. der Kerryway beginnt gleich einmal wunderschön im Killarney Nationalpark beim Muckross House.Nachdem ich ja vom Campingplatz dorthin schon ein bisschen unterwegs war , hab ich dort gleich einmal eine Pause eingelegt und die Zeit genutzt, um mit ein paar meiner Lieben zu telefonieren – danke an alle, dass ich mich immer melden kann, das tut mir so gut.da war dann der Aufbruch zur Etappe gleich viel leichter. die Gegend ist voll der Hammer – war bis jetzt hätte ich gesagt, die schönste Etappe. zuerst beim Wasserfall vorbei und hinauf in die Berge und dann oben dahin.knapp vor Blackvalley hab ich dann das Schild gesehen, dass es auch ein Boot hierher gegeben hätte. scheinbar hätte ich es auch einfacher dorthin gehabt, aber dann hätte ich nicht so schöne Fotos. Hab heute ein Zimmer im Blackvalley Hostel gebucht – brauch wieder einmal ein Bett. bin zwar dank dem Yoga mit Sonja noch beweglich genug, um ins kleine Zelt hinein und raus zu kommen, aber mein Rücken dankt es mir dann schon, wenn er mal ein Bett hat. heute hats wieder das 1er Menü gegeben – Nudeln – yummy 😋 – hab den Kampf gegen den Gasherd in der Küche verloren und wieder mit meinem Campingkocher gekocht. apropos kämpfen – auch der Kampf gegen den Endgegner geht weiter – so viel kann ich gar nicht essen, dass der leichter wird 😭. Aber ich gebe nicht auf.

TAG 16

hab gestern schon bemerkt, dass ich am Ende des Tages immer mehr Kilometer gemacht habe, als meine Wanderapp mir geplant hat  – heute auch wieder 4 km und 280 Höhenmeter mehr – und ich hab mich nicht verirrt – ich schwöre! aber wurscht, muss das halt bei den Planungen berücksichtigen. jetzt zum heutigen Tag.Sonnenschein von Beginn an und heute war ich sehr froh , dass da überall Bäche sind, weil da hab ich viel Wasser nachfüllen müssen. Gegend war wieder genial und auch die Steigungen habe ich mehr oder weniger am Anschlag geschafft.heute hab ich Unterkunft im Climber’s Inn gefunden. ganz genial, weil da ist ein Pub dabei. da genießen ich jetzt Suppe, Pommes und einen, oder mehr Cider. Morgen und übermorgen soll es noch schön sein, da möchte ich noch wandern. schau ma mal, ich bin nämlich momentan etwas fertig und hab auch noch eine Riesenblase auf der großen Zehe 😭.heute heißt es einmal in einem kuscheligen Bett mützen, das ist notwendig, weil mein Rücken ist momentan ziemlich beleidigt – @luciagussner (meine Physiotherapeutin) :da gibts einiges zu tun, wenn ich wieder heimkomm, sorry. mein Endgegner zeigt auch erste Ermüdungserscheinungen – nein, er wird nicht leichter, aber er reißt ein bisschen auf. jetzt muss ich den auch noch zum Durchhalten animieren 🙀

TAG 17

so ein Bett kann schon was. bin heute total ausgeruht zum Frühstück gegangrn und dort hat es alle meine Lieblingssachen gegeben:Joghurt, frische Früchte, scrambled eggs, Gemüse und Sodabread (in Irland gibts ja glücklicherweise nicht nur Weißbrot) gegeben. bin extra früher aufgestanden, damit ich genug Zeit.  hab voll gemampft (Climbers‘ Inn war sozusagen mein Food Palace gestern und heute) und mich dann auf den Weg gemacht. heute war relax hiking angesagt – die App hat ausnahmsweise die richtigen Kilometer (ca. 14) angesagt – und die Gegend war der Hammer. in Glenbeigh hab ich dann auf den Bus gewartet – und gewartet und gewartet – der hatte eine halbe Stunde Verspätung 😭. das liegt daran, dass das hier am Kerryring liegt und gefühlt Millionen Autos und Räder unterwegs sind. die Straßen sind aber so schmal, dass Überholen schwierig ist. Aber wurscht, irgendwann ist der Bus dann dich da gewesen und hat mich bis nach Cahersiveen (ich hab keine Ahnung wie man das ausspricht, ich glaub, die verschlucken das meiste, weil es hört sich nach Casn an 🤣) hier hab ich einen super schönen Campingplatz gefunden und vom Zelt hab ich  direkten Meerzugang. hier noch ein paar Bilder vom Campingplatz – super ausgestattet. das ist in Irland überhaupt super, weil alle Campingplätze mit Küche, Kühlschrank, Waschmaschine und Aufenthaltsraum ausgestattet sund. wenn man nicht wildzeltet, braucht man keinen Kocher und kein Geschirr mit. ich bleibe hier 2 Nächte und mach morgen eine Wanderung auf Valentia Island. Mittlerweile muss ich laut meiner Garmin Uhr schon 26000 Schritte am Tag machen. 🤣

TAG 18

Heute hätte ich ausschlafen können, weil ich ja kein Zelt zusammen packen muss, aber nix da, auch ohne Wecker war ich um sieben munter. hab mir dann ein gutes Frühstück gemachtund mich dann gleuch einmal auf den Weg gemacht. zuerst hab ich einmal bis zur Fähre latschen müssen, die Dame vom Campingplatz hat gemeint, ich soll mir ein Taxi nehmen, weil das so weit ist – keine Ahnung was die hat, waren eh nur 3,3 km. Mit der Fähre ging es dann nach Knight’s Town. die fährt ca. 500m,man hat das Gefühl, man kann von einer Seite zur anderen spucken 🤣. Knight’s Town ist ein sehr idyllisches Städtchen – ich glaube, idyllisch heißt:nix los. da fahren alle nur durch, weil es ja am Ring of Kerry liegt. ich war ja zu Fuß unterwegs und habs mir angeschaut (und einen Kaffee hab ich auch gekriegt ☕.

der Geokaun ist die höchste Erhebung der Insel – was in Irland nicht viel heißt (ich glaub es waren keine 400 Höhenmeter heute) – und die Aussicht war genial, leider war es ein bisschen bewölkt. ein Teil der Wanderung ging zu den Fogher Cliffs – von da sieht man auch einen  Felsen – Oscar’s Cast“  Er soll von Oscar, dem Enkel des Riesen Fionn, von der Halbinsel Dingle herübergeworfen worden sein – warum und wieso ist mir nicht ganz klar, vielleicht, weil ers konnte.

waren dann doch wieder 23 km, aber ohne Endgegner wieder um einiges einfacher. apropos Match gegen den Endgegner: nachdem es am Anfang nach einem Sieg durch KO fur den Rucksack ausgesehen hat, glaube ich mittlerweile, dass ich Chancen auf einen Sieg nach Punkten habe🥊. Haltet mir die Daumen Morgen soll es wieder zu regnen beginnen, daher mache ich mich auf den Weg zurück nach Killarney (mit dem Bus). Da hab ich auch Schlechtwetterprogramm. hab vor das Muckross House auch von innen zu besichtigen und am Sonntag gehts dann ja nach Dublin und dann am Montag weiter nach Londonderry, wo ich hoffentlich Harald treffe. freu mich schon soooo.

TAG 19

bin ich froh, dass ich heute viel im Bus sitze, weil heute ist das Wetter not so nice. in der Nacht hat es gestürmt und ich war froh, dass ich ein Zelt habe, bei dem das Außen -auf das Innenzelt drauf geklippst ist. dadurch habe ich mit meinem (nicht gerade Leicht-) Gewicht das Zelt vor dem Hinausfliegen aufs offene Meer bewahrt 🤣.

habs in der Früh noch geschafft das Zelt trocken einzupacken und sitze jetzt in der Nähe der Bushaltestelle in einer Tankstelle bei einem Cappuccino ☕ und schaue zu, wie es draußen kübelt 🌧️

Busfahren in Irland ist immer wieder spannend. wie die das gemacht haben, bevor es google maps gegeben hat, weiß ich nicht. weil man geht zur Haltestelle laut maps (einfach irgendwo an der Straße) und da ist weit und breit kein Schild zu sehen. fragt man Einheimische sagen die, ja, ja, der bleibt da stehen. dann muss man dem Busfahrer noch deuten, dass man mit will und er bleibt stehen. Dafür ist es aber spottbillig und man trifft immer wieder interessante Leute. heute bin ich neben einem alten Matrosen gesessen, der hat sich so gefreut, dass er was erzählen kann, dass er aufs Aussteigen vergessen hat 🙀

Morgen mach ich dann Sightseeing Programm und schau mir das Muckross House auch von innen an. da ist es dann wurscht, wenn es weiter regnet 🌧️. aber die Éireann Wetterapp sagt, dass es morgen keinen Regen gibt. bin gespannt

TAG 20

heute mach ich total auf Tourist und schau mir das Muckross House auch von innen an und auch im Garten war ich wieder. Nachdem es dann kurz wieder einmal geregnet hat, hab ich mir einen Cappuccino und einen Apfelkuchen gegönnt. eigentlich wollte ich ja heute nur Touristin spielen, aber dann hat die Wasserfall – und Seenrunde ziemlich verlockend ausgeschaut, also sind es heute wieder über 20 km geworden 🥾 und den heutigen Sightseeing Tag habe ich noch  gebührend abgeschlossen, mit Suppe, Pommes und einem Cider – Slainté.

TAG 21

jetzt mach ich mich also auf den Weg nach Londonderry – in 2 Etappen. heute heißt es einmal goodbye Killarney and hello Dublin. im Übrigen sind es wieder geniale Bedingungen für einen Transfer, weil es kübelt 🌧️ wieder. Aber wenn es danach geht, müsste ich fast jeden Tag mit dem Zug oder Bus fahren 🤣. wie Nils gemeint hat:“du bist ja nicht wegen dem schönen Wetter nach Irland gefahren.“

Hab mir in Killarney noch ein Inlay für meinen Schlafsack geholt. heute Nacht hab ich so ziemlich alles angehabt, was ich mithabe und trotzdem gefrorenen 🥶. mein Schlafsack verliert nämlich Federn Ende nie. in der Früh wach ich immer in lauter Daunen auf 😭. Einen Cappuccino hab ich mir vor der Zugfahrt auch noch gegönnt. die Züge sind auch in Irland voll, aber nicht überfüllt, weil jedes Ticket auch einen Sitzplatz hat und nicht mehr Tickets verkauft werden.

in Dublin ist das Wetter auch nicht besser, aber macht nix , morgen in der Früh fahr ich mit dem Bus nach Londonderry, da soll das Wetter noch viel schlechter sein 🌧️ mein Bettchen für heute hab ich auch schon gefunden und Cider ist auch schon organisiert, obwohl die Auswahl an anderen Getränken auch cool ist. aber den Whiskey heb ich mir für morgen auf, wenn ich Harald wieder sehe 🥃❤️.

ich bin auf jeden Fall froh, dass ich die nächsten Tage nicht wandern muss, weil einen Zehennagel hab ich heute schon verloren. da erspar ich euch aber Bilder 🤣

TAG 22

seid drei Wochen bin ich jetzt schon da und nachdem ich schon den Osten (Dublin) und die Westküste des Landes ein bisschen kenne, gehts heute in den Norden der Insel nach Derry. nicht zu Fuß, das wäre zu weit, sondern mit dem Bus.

die Fahrt dauert 5 Stunden und es gibt KEINE Toiletten (auch keine Klostopps) – also hab ich sicherheitshalber nix getrunken. am Ende der Reise hat dann Harald auf mich gewartet. das war so schön – ich freu mich aufcdie gemeinsamen Tage ❤️. Unser Quartier ist voll cool – gestaltet von einem Künstlerkollektiv.

TAG 23

das ist da jetzt eindeutig Urlaub. Lang schlafen und gemütliches, gemeinsames Frühstück

beim Stadtspaziergang (mit den Flippis, um die Füße zu schonen) hab ich mir dann alles für meine lädierte Zehe organisiert. hab ja jetzt zum Glück einige Tage, in denen sich das Nagelbett erholen kann, bis es wieder in die Wanderschuhe geht.

Am Abend haben wir dann Suppe und Lasagne vor dem Fernseher (Olympia schauen – hab bis jetzt ja nix gesehen) geschmaust – voll Urlaub halt.

Morgen gehts dann zum Rennbriefing. bin schon gespannt.

zum Schluss noch English for runaways

TAG 24

letzte Vorbereitung für Haralds Rennen – Zelt imprägnieren – Salbe kaufen – und noch viel und gut essen als Vorbereitung (=gutes Frühstück und dann Mittag Nudeln und Abend Nudeln 🤣)

Nach dem Stadtrundgang gings zur Registration und zum Briefing – very lovely in einem Park (inklusive gutem Kaffee ☕)

morgen um 5 gehts los, ich werde Harald am Start anfeuern und dann wieder mit dem Bus nach Dublin fahren (oh Gott, wieder 5 Stunden kein Klo 🙀)

TAG 25

the early bird catches the worm (oder hat einen Vogel) , oder so ähnlich. also hat unser Tag heute um 10 vor 4 begonnen. gestern haben wir beide brav den Wecker gestellt, um dann (zum Glück) draufzukommen, dass wir ihn für 10 vor 5 gestellt haben 😭. also noch schnell umgestellt.

ich bin dann mit dem Taxi zum Start gefahren, weil sonst hätte ich noch früher aufstehen müssen. die Stimmung um halb 5 in Derry war der Hammer

Der Start war dann eine richtig coole Sache – inklusive Lied (bitte unbedingt anhören, hat ein Teilnehmer verfasst und sagt viel über die Radlerinnen und Radler aus, die sowas machen)

Ich hab ja den weniger sportlichen Teil und bin dann zur Bushaltestelle gelatscht und mit dem Bus nach Dublin gefahren. morgen geht es dann weiter mit dem Zug nach Kenmare und übermorgen gehe ich dann den Beara way an. das heißt meine Zehe hat noch 2 Tage zum Erholen – ich hoffe, das reicht (fingers crossed).

TAG 26

heute also noch Relaxtag – ein bisschen Zug und Busfahren. deshalb bin ich heute schon 3x über die Stiege in mein Zimmer im 6. Stock gelatscht um meine Form nicht ganz zu verlieren 🤣.

Frühstück war wieder genial und der Leprechaun freut sich auch schon wieder auf neue Abenteuer. er rückt zwar noch immer nicht mit dem Gold heraus, aber er macht sich nicht mehr extra schwer (ok, es kann auch daran liegen, dass ich meinen Essvorrat schon merklich verkleinert habe).

Gut, dass ich heute so viel im Zug und Bus sitze, da kann ich Haralds Rennen (ja, diesmal gibt sogar er zu, dass es eines ist 🤣) verfolgen. Alle Infos zum Rennen findet ihr auf:

bin gut in Kenmare angekommen. süßes Dorf mit vielen Pubs 🥃

wie gesagt, morgen gibt es den ersten Härtetest für meine Zehe.

TAG 27

hab gestern eine nette Unterkunft in einem 6-Bett Zimmer in Kenmare gefunden und bin jetzt wieder super motiviert für die nächsten Wanderungen. nach einem Frühstück in einer genialen Bäckerei hab ich dann wieder mal auf den Bus gewartet (40 Minuten Verspätung) – aber zum Glück in der Sonne – da hats dann doch fast 15 Grad gehabt 🤣 – also kurze Hose.

von Glengarriff ist es dann wieder losgegangen – besser gesagt weitergegangen ist es heute nur sehr langsam, weil ich sooo viele Fotos gemacht habe und ich immer wieder stehengeblieben bin um Brombeeren zu essen. yummy der Campingplatz ist super schön und ich bin heilfroh, dass ich morgen meinen Rucksack wieder im Zelt lassen kann. morgen muss ich es auch kürzer angehen, weil meinen Zehen hat das heute nicht ganz so gut getan. die Schuhe lass ich immer zur Abschreckung vor dem Zelt stehen. Gemeinsam mit den Stinkesocken schrecken sie alles ab.

TAG 28

back to Irish weather – es kübelt und stürmt wieder. Wahrscheinlich hab ich gestern den Sommer in irland erlebt 🤣. macht aber nix, mach ich halt Sightseeing mit dem öffentlichen Bus. Da bin ich übrigens die Einzige – die sind anscheinend auf viele Touristen ausgerichtet, weil das ist ein großer Bus – aber bei dem Wetter will halt keiner raus.

Aber, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung (wer den Blödsinn gesagt hat , war noch nie in Norwegen oder Irland unterwegs), also hab ich das beste draus gemacht.

ich bin von Castletownbere zum Dunboy Castle gewandert. da gibts eine liebe Geschichte dazu. Adrian, der Organisator von Haralds Rennen heißt O’Sullivan und er hat mir erzählt, dass er von diesem O’Sullivan Clan abstammt, also hab ich mir gedacht, da schau ich vorbei – quasi Verbindung zu Harald über 100 Ecken.

Nachdem der Wetterbericht vorgestern noch super schön für die kommenden Tage angesagt hat, wird es jetzt stürmisch und regnerisch. ich schau also von Tag zu Tag was ich machen kann. das Problem hier ist, dass die Wanderwege hier in den  Bergen (naja, ok Hügel) ziemlich schlecht sind und nicht immer gut markiert. und wenn man nix sieht, weil sie voll im Nebel sind, kann das blöd sein.

aber ich bleib halt wie heute an der Küste, da gehts meistens und ist super schön

heute in der Nacht sagt er Sturm und vollen Regen an. Ich hab sicherheitshalber einmal den Rucksack gepackt, damit ich mich schnell in den Aufenthaltsraum flüchten kann. Aber mein Zelt hält normalerweise ganz super und lässt keinen Regen herein. ein Loch hab ich schon mit Pflaster zugepickt, weil Tape hab ich kein ordentliches mit und Pflaster genug 🤣

TAG 29

also ich muss gestehen, heute in der Nacht hab ich mich ein bisschen gefürchtet. so ein Gewitter hab ich noch nie erlebt. es hat gedonnert, geblitzt, geregnet und gestürmt. das Zelt hat vor lauter Elektrizität in der Luft geknistert und gezittert. dann hat es gekracht und es gab von 2 in der Nacht bis um 9 in der Früh keinen Strom und kein Handynetz – alles weg. ich war dann in der Früh der Star in der campers’kitchen, weil ich ja den Gaskocher mithabe und hab damit Wasser für Tee und Kaffee gekocht.

und wie Irland halt so ist, hat dann gleich einmal die Sonne gescheint und ich hab mich wieder auf den Weg gemacht. zuerst mit dem bus dann mit der Fähre rüber auf Bere Island.

Morgen soll es wettertechnisch auch noch halbwegs gehen, da werde ich dann noch was wandern. ab übermorgen wird es wieder schlechter, da werd ich dann einen Waschtag einlegen, weil ich hab nicht mehr viel was nicht stinkt.

TAG 30

so gefällt mir Irland : in der Nacht hat es wieder geschüttet, aber wurscht, weil regensicher im Zelt verbracht (übrigens, kalt ist mir auch nicht mehr seitdem ich mein Inlay für den Schlafsack habe).

in der Früh dann Sonnenschein und so hab ich mich mit dem Bus Richtung Dursey island aufgemacht. dort gibt es Irlands einzige Seilbahn. die ist genial. kann dann doch immerhin 6 Personen auf einmal transportieren und braucht für die ca 300m übers Meer 10 Minuten – quasi Tempo Schnecke 🤣. der Nachteil : ich hab 1 Stunde bei der Hinfahrt und eine bei der Rückfahrt gewartet.

keine Zeitlupe, das fährt so langsam

Auf der Insel leben neben den Schafen auch noch 15 Menschen und dort gibt es kein Handynetz 😭. Aber das macht nix, weil da hat man eh genug zu tun mit Gegend schauen. Ich hab gefühlt Millionen Bilder und Videos gemacht – eine kleine Auswahl gibts hier:

das war die Aussicht von meinem Jausenplatzerl

das Problem heute war dann, dass es nur einen einzigen Bus zurück gibt. ich war schon ziemlich unrund in der Warteschlange. aber es ist sich super ausgegangen und sonst hätte ich halt autogestoppt. Apropos Bus:die Busfahrer (es gibt nur Männer) sind alle aus Thailand (also ich bin mir sicher, es sind unterschiedliche) , fahren wie die Irren und telefonieren dabei die ganze Zeit lautstark (ich glaube, die bräuchten kein Handy – die hört man auch so bis Thailand 🤣) in ihrer Sprache. ist ziemlich unterhaltsam.

TAG 31

time is fleeting – 31 Tage bin ich schon da, unglaublich, wie die Zeit vergeht. Da mein Campingplatz direkt an der transatlanticway Strecke liegt, hab ich mir gedacht, ich gehe ein Stückchen der Strecke – rauf auf den Healy Pass. Wie man sieht, war es wieder mal eher regnerisch und windig, aber das bin ich schon gewöhnt. da kann ich mich dann über so super Tage wie gestern umso mehr freuen.

Morgen fahr ich dann mit dem Bus nach Kinsale. Dort warte ich dann auf Harald und gehe noch ein bisschen wandern. Angeblich gibts dort super Strände – wer weiß, vielleicht gibts ja Badewetter – weil Eisbaden soll ja angeblich gesund sein 🥶.

TAG 32

Regen, Regen, Regen, Regen… aber es gibt auch immer wieder Lichtblicke – ich hab Harald auf der Strecke ❤️er musste dann im schlechten Wetter weiterfahren. ich hab auf den Bus gewartet. 10 Minuten, aber das hat genügt, um waschelnass zu werden. war mir nicht ganz sicher, ob ich überhaupt in den Bus reindarf oder mich unten im Stauraum zu den Trolleys und Rucksäcken legen muss 🤣. aber, alles gut, hab mich reinsetzen dürfen. hab auch alle Anschlussbusse erreicht – das war eine Premiere. juhuu

bin gut in Kinsale gelandet und hab ein Quartier mitten im Ort. hab im Zimmer gleich alles zum Trocknen aufgehängt, weil ich hab ja heute alles bei strömenden Regen eingepackt. hier herrscht übrigens Tourismus pur (klar, weil voll entzückend)

weil ich ja Zeit habe, während ich auf Harald warte, der gemeint hat, er fährt das heute bis nach Kinsale fertig, habe ich noch eine kurze Wanderung zu einem Fort gemacht. bin bei einem Strand mit einem Saunafass vorbeigekommen – das werden wir morgen ausprobieren, damit uns endlich einmal warm ist 🤣

noch eine Ergänzung :heute hat im Bus ein Local gemeint, dass er schon seit Jahrzehnten keinen so furchtbaren Sommer erlebt hat. ich war ganz still, weil ich fürchte, es liegt an mir. das Gewitter vor ein paar Tagen war auch das schlimmste seit langem, die Campingplatz- besitzer haben gesagt, dass die ganze Halbinsel für Stunden keinen Strom und kein Handynetz gehabt hat 😭. Vielleicht sollte ich nächstes Jahr irgendwo hinfahren wo sie viel Wüste und keinen Regen haben. da kann ich mir als Regenmacherin eine goldene Nase verdienen 🤣

One Kopp in Irland – das wars

nachdem meine Zeit alleine in Irland vorbei ist (gemeinsam gehts ja tourimäßig noch weiter) , gibts hier einen kleinen Rückblick und zuerst eine Aufzählung der Dinge, die mir eine wunderbare, wenn auch nasse Erfahrung beschert haben. es gibt dabei eine Nummer 1,ab dann gibts keine Reihung mehr.

Platz 1: meine Familie und alle, die mich virtuell begleitet haben.

Danke, dass ihr immer für mich da ward und mich durch die eine oder andere schwierige Zeit gebracht habt. eure Nachrichten, Reaktionen und Telefonate waren so wichtig für mich ❤️

dann hats noch einige Dinge gegeben, die mir das Wanderleben erleichtert haben – Achtung, der folgende Abschnitt enthält Produktplazierungen! ich hab mir gedacht, dass ich alles aufschreibe, damit ich beim nächsten Mal weiß, was gut war und was ich kübeln kann.

mein Zelt (cloudup 2 von naturehike), das mich trocken und sicher durch  alle Gewitter, Stürme und Regenfälle gebracht hat. das 2 Mann Zelt, war ideal für mich und meinen Endgegner (also quasi 1 Frau + Rucksack Zelt)

meine Wanderstöcke von comperdell ( (danke Sonja für das super Geschenk), die vor allem beim Runtergehen (der Endgegner hat immer von hinten angedrückt) und im sumpfigen Terrain (und man glaubt es kaum, da gibts soooo viel davon) wichtig waren – muss zugeben, ich bin eine Stöckewanderin geworden (@sonja :aber keine Halbpensionswanderin 🤣)

meine Wanderschuhe (Lowa Renegade) – war ein bisschen ein Risiko, weil ich sie relativ knapp vorher gekauft habe. haben super gepasst und immer trocken gehalten.

meine Wanderhose von revolution race – die ist zum Abzippen (dadurch hab ich mir die Schlepperei der kurzen Hose erspart) und die Reißverschlüsse haben unterschiedliche Farben , damit auch so Chaoten wie ich, wissen, wo welcher Haxen hingehört. vor allem ist sie super schnell wieder trocken gewesen und das war wichtig, weil sie gefühlt 300 mal pro Tag nass geworden ist.

Sachen, die ich nicht gebraucht habe:

meine Bluetooth Kopfhörer – die hab ich dauern verloren – halten in meinen Ohrwascheln nicht

meine Gamaschen (war zwar nass, aber die Lowa Schuhe waren super und ich zu faul zum Auspacken)

meine Stirnlampe – bin nie im Finstern herumgeirrt

Sachen, die ich verloren habe (überraschend wenig)

1 Paar Socken

meine Lesebrille

Dinge , mit denen ich gekämpft habe

mein Endgegner der Rucksack (ich brauch auch jetzt immer noch ein paar Minuten in denen ich mich motivieren muss , ihn auf die Schultern zu hieven

Dinge, die ich gelernt habe

Alleine wandern ist für mich schwierig – man kann die schönen Momente nicht mit jemandem teilen und in schwierigen Momenten ist niemand da, der dich aufbaut. generell bin ich gerne unter Menschen und anscheinend weniger der Eremitentyp.

Irland ist ein wunderschönes, aber sehr nasses und windiges Land – also fürs Wandern eher suboptimal. aber es war eine wunderbare Erfahrung für mich. jetzt freu ich mich schon sehr auf die gemeinsame Zeit mit der Familie und den einen oder anderen Whiskey – SLAINTE

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