Hardangervidda 🇳🇴-Tag 4 (Montag)

Unser Zeltplatz war heute genial, wir haben voll weich geschlafen und die Mücken haben uns auch in Ruhe gelassen, vielleicht, weil wir das Zelt viel Mückenspray eingesprüht haben. Außerdem ziehen wir uns auch den Schlafsack uber den Kopf, weil finster wird es nie – die Stirnlampe haben wir noch nie gebraucht.

die Sonne 🌞 hat auch wieder von der Früh weg gescheint – das Wetter ist sensationell, auch das Regengewand und die warmen Sachen hätten wir uns sparen können. dadurch fällt mein big fail nicht auf:ich hab zur Abreise schon meine lange Wanderhose angehabt und hab aber dann doch die kurze angezogen, weil es so heiß war. die lange hab ich dann aber nicht eingepackt 🙀 – wurscht, weil die wäre eh zu warm.

vom Zeltplatz gings dann ca. 5km bis zur nächsten Hütte durch unglaublich viel Gestrüpp – eine Machete wäre super gewesen. ich hab im Dschungel eine meiner Trinkflaschen verloren 😭

bei der Hütte Hadlaskad haben wir uns Nudeln gekocht, das ewige Packerlsuppenesen ist auch nicht so prickelnd.

dann gings weiter bis zur Hütte Hedlo – das war bis jetzt eine der schönsten Strecken : oben Felsplatten als Weg und unter uns ein blauer Fluss mit viel Grün. in der Hütte haben wir uns Waffeln mit sour cream (susi) und Marmelade (Sonja) gegönnt – soulfood – haben wir gebraucht, weil mein Knie, das schon die letzten Tage Schwächen gezeigt hat, endgültig aufgegeben hat. Außerdem ist jetzt auch das andere beleidigt, wahrscheinlich wegen der Fehlbelastung.

die letzten 5 km waren dann eine einzige Quälerei, aber wir habens bis in die Hütte vivalid  geschafft. obwohl Hütte kann man das nicht nennen, das ist eine Luxusherberge – heißes Wasser zum Duschen und am Abend ein 3 Gänge Menü bei Kerzenschein. wir sind heute richtige Halbpensionswanderer.

ab morgen ist nur mehr ein Kopp auf Tour – Sonja geht die Etappe nach Liseth. ich werde mich die 5km zum Parkplatz schleppen, weil gehen kann man das nicht nennen. dort nimmt mich ein netter Norweger mit, den wir heute getroffen haben (ich geh halt 2 Stunden früher weg, damit wir zeitgleich am Parkplatz sind). auf dem Weg nach Geilo gabeln wir Sonja auf und dann sehen wir weiter.

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